Basiert der Leser auf einer wahren Geschichte?

Unter der Regie von Stephen Daldry erzählt 'The Reader' die spannende Geschichte eines deutschen Anwalts namens Michael Berg (Ralph Fiennes), der als 15-Jähriger (David Kross) eine Affäre mit der viel älteren Frau Hanna Schmitz (Kate Winslet). Die beiden bleiben meistens beim Sex in Hannas Wohnung, woraufhin Michael ihr aus seinen literarischen Werken vorliest. Nach einer Beförderung von der Straßenbahngesellschaft lässt Hanna alles und jeden ohne Vorankündigung zurück. Einige Jahre später findet Michael sie als eine der Angeklagten in einem Kriegsverbrecherprozess, als er an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg im Rahmen eines Seminars einen Prozess beobachtet.

Zu Michaels Entsetzen stellt sich heraus, dass Hanna Schutzstaffel oder SS-Wachmann in einem Konzentrationslager der Nazis war. Schon bald erkennt Michael, dass Hanna ein Geheimnis birgt, das sie im Prozess retten könnte. Mit erstaunlichen Leistungen von Kate Winslet (die auch einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann), Ralph Fiennes und David Kross wird „The Reader“ mit schmerzlichen Emotionen und einer herzzerreißenden Tragödie wiedergegeben. Wenn Sie sich fragen, ob die Geschichte des Films von 2008 auf wahren Begebenheiten beruht oder nicht, sind wir hier, um Ihnen zu helfen!

Basiert der Leser auf einer wahren Geschichte?

„Der Vorleser“ basiert teilweise auf einer wahren Begebenheit. Das Drehbuch ist eine Adaption des gleichnamigen deutschen Romans aus dem Jahr 1995 von Bernhard Schlink. Das Buch gilt als Gleichnis, das sich mit der Komplexität des Verständnisses des Holocaust für die deutschen Nachkriegsgenerationen beschäftigt. Obwohl Schlink nie die Grundlage enthüllte, auf der er den Charakter von Hanna entwickelte, war Professor Bill Niven, ein Experte für die neuere deutsche Geschichte, angegeben dass der Charakter von Hanna stark an Ilse Koch erinnert, die auch als die Hündin von Buchenwald bekannt ist.

Keine andere bekannte Lagerwächterin kommt Schmitz nahe, sagte Niven. Aufgrund ihrer Missetaten wurde Ilse auch als Die Hexe von Buchenwald, Das Biest von Buchenwald, Königin von Buchenwald, Rote Hexe von Buchenwald und Metzgerwitwe bezeichnet. Ähnlich wie Hanna wurde auch Ilse zu lebenslanger Haft verurteilt, bevor sie durch Selbstmord starb. Ilse war mit dem Kommandanten der NS-Konzentrationslager Karl-Otto Koch verheiratet. Ilse gehörte auch zu den ersten prominenten Nazis, die vom US-Militär vor Gericht gestellt wurden. Basierend auf den Berichten von Überlebenden wurden ihre Handlungen als sadistisch beschrieben.

Entsprechend Berichte, Ilse ritt auf ihrem Pferd durch Gefangene und stempelte einmal immer wieder einem Mann ins Gesicht. Der Gefangene William Gellinick, der in Buchenwalds Pathologielabor arbeitete, sagte aus, er habe Ilsa sagen hören, dass es Zeit für einen alten Mann sei, ein wenig zu kriechen. Dieser Mann musste wiederholt den Hügel hinauf und hinunter rollen, was zu Verletzungen führte, die zu seinem Tod führten. In der deutschen Nachkriegsgesellschaft wurde Ilse Koch als KZ-Mörderin bezeichnet.

Bildquelle: United States Holocaust Memorial Museum/National Archives and Records Administration, College Park

Laut Zeugenaussagen waren Ilses Methoden so qualvoll, dass die Nazi-Chefs sie für ihre Taten disziplinieren mussten. Im Film verband Michael und Hanna durch das Lesen eine Verbindung. Laut Niven hatte Ilse einen unehelichen Sohn Uwe, der im Gefängnis Gedichte an ihre Mutter schrieb. Wenn Ilse die Gefangenen angeblich mit einer Reitgerte schlug, schlug Hanna Michael im Buch mit einem Gürtel. Die Gefangenen vermutlich dass Hanna weibliche Gefangene aus sexuellen Motiven wählte. Ein Anklage wurde gegen Ilse wegen einer Affäre mit den Häftlingen erhoben. Sowohl Hanna als auch Ilse stammten aus armen Verhältnissen und verehrten Hitler.

Nach seiner Geburt wurde Uwe von Ilsa weggenommen und zur Adoption freigegeben. Er besuchte sie im bayerischen Gefängnis, verschwand aber später nach Ilses Tod. Im Film entdeckt Michael später Hannas Leben als SS-Wachmann. Uwe erfuhr auch viel später in seinem Leben von der Identität und den Verbrechen ihrer Mutter. Obwohl zwischen Hanna und Ilse Parallelen gezogen wurden, kann dies für Michael und Uwe nicht geschlossen werden. Zunächst ist Michael Hannas Geliebter, während Uwe Ilses Sohn war. Darüber hinaus ist Michael eine völlig fiktive Figur, die eine Linse bietet, durch die wir die Geschichte erneut betrachten.

Der oben erwähnte Punkt impliziert, dass der Handlungspunkt der Affäre zwischen Jungen und älteren Frauen ebenfalls fiktiv ist. Was real ist, sind die Auswirkungen des Holocaust auf die Menschen. Es gibt eine sehr berührende Zeile in „The Reader“, in der Hanna Michael sagt: Es ist egal, was ich fühle und was ich denke. Die Toten sind immer noch tot. Man kann über die Vergangenheit debattieren, die Täter beschuldigen oder die Richtigkeit einer Tatsache abwägen, aber am Ende setzt sich ein Gefühl der Melancholie in den Köpfen ein, weil das Vergangene nie wiederkehrt.

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