Basiert Ouija Ursprung des Bösen auf einer wahren Geschichte?

Der gefeierte Regisseur Mike Flanagan hat den Horrorthriller „Ouija: Origin of Evil“ aus dem Jahr 2016 mit einem einzigartigen und visionären Ansatz aufgezogen. Die Geschichte untersucht das Leben von Alice Zander, einer alleinerziehenden Mutter, und ihren beiden Töchtern Lina und Doris. Alice arbeitet als spirituelles Medium und hilft Menschen, mit ihren Nächsten und Lieben zu kommunizieren, die in das jenseitige Reich übergegangen sind.

Dabei beschwört sie jedoch unwissentlich dämonische Geister herauf, was ihre Familie in Gefahr bringt. Nach seiner Veröffentlichung zog der Film die Aufmerksamkeit von Fans und Kritikern auf sich, dank seiner herausragenden Besetzung und dem verlockenden Zeitgefühl. Sie fragen sich jedoch vielleicht, ob der Film Ähnlichkeit mit einem Spuk aus dem wirklichen Leben hat. Lassen Sie uns in diesem Fall tiefer gehen.

Basiert Ouija Ursprung des Bösen auf einer wahren Geschichte?

Nein, „Ouija: Origin of Evil“ basiert nicht auf einer wahren Geschichte. Der Regisseur schuf jedoch ein recht verlockendes Ambiente, indem er zeitgemäße Techniken einsetzte. Tatsächlich sieht der Film aus, als wäre er in den 1970er Jahren gedreht worden. Der Film liest sich wie ein Prequel zum Film „Ouija“ aus dem Jahr 2014, der weltweit ein kommerzieller Erfolg war. Die kritische Aufnahme war jedoch alles andere als sensationell, und so wollte Produzent Jason Blum, dass sich der Nachfolger deutlich vom Original unterscheidet. Regisseur Mike Flanagan, der sich lautstark gegen die Idee von Fortsetzungen aussprach, versuchte, an einem Horrorfilm zu arbeiten, der sowohl als Epochenfilm als auch als Familiendrama dienen würde, was Blums Vision des Prequels entsprach.



Sie spielten mit der Idee, daraus einen eigenständigen Film mit wenig bis gar keinen Hinweisen auf das Original zu machen, aber Flanagan selbst wollte subtile Hinweise hinterlassen, um die Franchise-Fans anzulocken. Mike Flanagan schrieb das Drehbuch in Zusammenarbeit mit Jeff Howard. Letzterer arbeitete zuvor mit Flanagan an „Before I Wake“ und „Oculus“ zusammen. Sie arbeiteten mit mehr oder weniger denselben Charakteren, die Juliet Snowden und Stiles White für den ersten Film geschaffen hatten. Filmisch war Flanagans Inspiration für das historische Feeling des Films Klassiker wie „The Changeling“ (1980), „ Der Exorzist “ und „Der Wächter im Wald“.

Diese zeitlosen Horrorfilme brachten Flanagan und das Team auf die Idee, nur Technologien zu verwenden, die es in den 1970er Jahren gegeben hätte. Auf diese Weise würde sich das historische Gefühl des Films authentisch anfühlen. Er verwendete Techniken wie Szenenüberblendungen, archaische Objektive und Kamerazooms anstelle von Steadicams, um das historische Ambiente zu authentifizieren. Während der Film digital gerahmt wurde, verwendete Flanagan in der Postproduktion viele simulierte Techniken, da er auch die Rolle des Cutters übernahm. Er verwendete außerdem Techniken wie Rollensprünge, staubige Negative, subtiles Verzerren der Audiospuren und die berühmten Zigarettenverbrennungen oder Umschalthinweise.

Die Brandflecken beziehen sich auf die runden Flecken, die alle 20 Minuten in der oberen rechten Ecke der Rahmen erscheinen und den Rollenwechsel anzeigen. Im Zeitalter der Digitalisierung sind diese Markierungen obsolet geworden, aber früher konnte eine Rolle nur etwa 20 Minuten Filmmaterial aufnehmen. Flanagan entschied sich außerdem für die Verwendung des Universal Pictures 1963-90-Logos von Universal Title und Optical for MCA Inc. in den Eröffnungsmomenten, um das Retro-Feeling zu verstärken. Darüber hinaus würde der Film, wenn er mit einem anamorphotischen Objektiv gefilmt wird, idealerweise ein Seitenverhältnis von 2,66: 1 erhalten. Flanagan ließ jedoch scheinbar nichts unversucht, um das Retro-Ambiente zu erreichen, und reduzierte das Verhältnis auf 1,85:1.

Der Name des Films leitet sich von der gleichnamigen sprechenden Tafel ab, die eine Marke des US-amerikanischen Spielzeugherstellers Hasbro ist. Etymologisch hat der Schöpfer anscheinend oui und ja vermischt – was auf Französisch bzw. Deutsch für ja steht – um den Namen zu finden. Der Begriff wird jedoch jedem solchen Talking Board oder Spirit Board zugeordnet. Die beim Ouija-Brett verwendete automatische Schreibtechnik (umgangssprachlich Fuji- oder Planchette-Schrift) lässt sich auf die Schriften der Song-Dynastie von 1100 n. Chr. in China zurückführen. Dann wurde die Verwendung von Sprechtafeln von den Qing-Herrschern verboten, nur um mehr als 700 Jahre später um die halbe Welt kommerziell wieder aufzutauchen.

Berichte über Spiritisten aus ihren Lagern in Ohio, die mithilfe des Geräts schnellere Verbindungen zu Geistern herstellten, tauchten 1886 auf. Am 1. Juli 1890 stellte der in Baltimore ansässige Geschäftsmann Elijah Bond das Board kommerziell einer breiteren Öffentlichkeit vor, und ihm wird oft die Erfindung des Boards zugeschrieben. Wenn Sie eine Szene pausieren und auf die untere linke Ecke des Covers des Ouija-Bretts schauen, sehen Sie seltsamerweise Baltimore MD. Obwohl der Film fiktiv erscheint, blieb der Regisseur seiner Kunst treu und machte die Darstellung mit gründlicher Recherche und innovativen Techniken realistisch.

Copyright © Alle Rechte Vorbehalten | cm-ob.pt